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Kirsten & Jürgen

Die Story von Kirsten und Jürgen

jetzt im neuen Hochzeitsmagazin
"Heiraten & feiern"

Im Juni 2009 begleitete ich Kirsten & Jürgen bei Ihrer standesamtlichen und kirchlichen Trauung sowie bei Ihrer traumhaften Feier.

Die nachstehende Reportage vom Korte Verlag zeigt den "schönsten Tag im Leben" in der Ausgabe 01/2010.
Der Planungsratgeber ist kostenlos erhältlich in allen Standesämtern der Region und bei den Inserenten.

Die schönsten Fotos habe ich auch als Fotobuch zusammengestellt. Sie finden Sie hier

Erst Schnee, dann Regen, dann Sonnenschein

Kirsten und Jürgen trafen sich in ihrer Ausbildung, ab und zu lernten sie zusammen und unternahmen dies und das, 2004 feierten sie gemeinsam Silvester und als Jürgen kurz darauf im Januar 2006 einen Skiunfall hatte, kümmerte sich Kirsten um ihn. Aber ein Paar waren sie damals noch nicht, bis dahin sollte noch ein halbes Jahr vergehen.

In dieser Zeit wuchsen sie nach und nach zusammen. Den Hochzeitsantrag stellte Jürgen im Februar 2008 während eines Skiurlaubs in österreichischen Ischgl. An einem Abend lockte er Kirsten zu einem Spaziergang raus und stieg mit ihr auf einen Berg. Dort oben standen sie unter den Sternen im tiefen Schnee und schauten auf die Lichter von Ischgl herab. Hier zückte Jürgen nun den Ring und bat Kirsten um ihre Hand. Und Kirsten sagte überglücklich Ja.

Nachdem dies sehr romantisch geklärt war, konnte es losgehen mit den Vorbereitungen. Die standesamtliche Trauung wurde für den 11.06.2009 angesetzt, zu Kirstens Geburtstag. Und als wäre das nicht schon Geschenk genug, bekam die Braut vom Bräutigam an diesem Tag noch ein Auto geschenkt. Mit einer großen roten Schleife stand es morgens vor der Haustür, als sie heraustrat. „Damit bin ich gleich zum Friseur gefahren“, lacht Kirsten. Während sie sich bei Haarvision in Lödingsen Inh. Iris Hausschild die Haare machen ließ, trudelten die ersten Gäste bei ihnen zu Hause ein.

Um 11 Uhr sollte die Trauung sein, für den Weg dorthin hatten sich ihre Eltern eine erste Überraschung überlegt: ein schönes Mercedes Cabrio von Onkel Kalle. Leider spielte das Wetter nicht mit, es war kalt, stürmisch und nass, so dass sie nicht offen fahren konnten. Aber toll war es trotzdem. So brausten sie zur Ruine Nörten Hardenberg und wurden vom Bürgermeister persönlich vor ihren Trauzeugen Daniela und Sebastian B. getraut – zum Glück in einem geheizten Raum. Es folgten ein Sektempfang und viele rote und weiße Luftballons, die sie tapfer und gut gelaunt in den Regenhimmel schickten. Außerdem mussten sie aus einem Laken ein Herz schneiden. Danach entführte sie ihr Fotograf Ralf König zum Fotoshooting, während alle anderen schon mal zur Feier nach Hause weiterzogen. Dort hatten Kirsten und Jürgen einiges organisiert. Es sollte ein lockerer Tag mit einer ebensolchen Feier im Garten und in Garagen werden. Ihre Eltern Ulrike und Karl-Heinz, Ruth und deren Lebensgefährte Manfred, hatten sie dabei großartig unterstützt. Aber auch die elterlich Liebe und Unterstützung konnte an diesem Tag nicht das schlechte Wetter vertreiben. Und so siedelte die ganze Gesellschaft komplett in die Garagen um.

Draußen stürmte es nämlich so sehr, dass sie den aufgestellten Pavillon im Garten an einen Pferdetransporter anbinden mussten, damit er nicht wegflog.
Die Laune ließ sich davon aber niemand verderben, im Gegenteil, es wurde noch ausgiebig gefeiert und gegen Abend, als es ans Poltern ging, fuhren Kirstens Cousins, Sebastian Q. mit seiner Frau Beate und Christian mit seiner Freundin Fritzi, mit einem Altglascontainer vor, die sie vorm Brautpaar entleerten. Zum Glück waren aber nur ein paar Flaschen drin. Aber der erste Schock saß, natürlich zur Belustigung aller. Abends kamen dann noch viele Freunde und Arbeitskollegen und setzten das Poltern fort.

So kam der Tag der kirchlichen Trauung. Kirsten stand früher auf und fuhr als Erstes zum Friseur natürlich wieder zu Haarvision in Lödingsen. Beim späteren Umziehen im Haus ihrer Eltern konnte sie sehen, wie Jürgen draußen auf dem Hof die Gäste empfing – bei strahlendem Sonnenschein unter einem blauen Himmel – und es immer mehr Menschen wurden. Damit stieg bei Kirsten die Aufregung zusehends, da halfen nur noch zwei Gläser Sekt, die sie mit ihrer Mama und Freundinnen trank. Doch als sie dann schließlich die Treppe herunterkam, liefen ihr trotzdem Tränen über die Wangen. Jürgen war hingegen durch die Gäste ziemlich abgelenkt gewesen, konnte es nun einfach genießen, seiner Braut entgegenzutreten und dachte nur: Wow! Übrigens hatten beide ihre komplette Kleidung bei „DIE BRAUT am Wochenmarkt“, in Göttingen gekauft. So schritten sie durch ein Spalier aus Gästen, auf der einen Seite die Männer, auf der anderen die Frauen, zu Fuß bis zur Kirche. Auf dem ganzen Weg lagen zu ihren Füßen Tannenzweige. Ihre Hochzeitsgesellschaft folgte ihnen.

Die lockere und schöne Trauung hielt Pastor Anders. „Er hat das wirklich großartig gemacht“, so Kirsten, „einmal nannte er mich sogar bei meinem alten Spitznamen Kiri, das war sehr schön.“ Ihr Patenkind Leonie mit Schwester Lara brachte ihnen die Ringe, begleitet von Mama Beate, weil sie sich allein nicht so recht trauten. Außerdem sang ein Chor drei Lieder von Rosenstolz. Wieder draußen vor der Kirche begrüßte sie der Schützenverein mit Salutschüssen und ihre Nachbarn Ingrid und Albert hatten für das obligatorische Holzsägen gesorgt. Dann ging es mit alle Mann wieder nach Hause. Hier hatte Kirstens Mutter Ulrike ein Band mit ganz vielen verknoteten Turnschuhen gespannt. In der Mitte hing ein Beutel aus Kirstens Kinderzeit, der mit Kleingeld gefüllt war. Um da rann zu kommen, mussten sie nun die Turnschuhe entknoten und anschließend noch das Kleingeld im Beutel zählen, und zwar auf den Cent genau. Kirsten und Jürgen gaben sich größte Mühe.

Als auch dies glücklich überstanden war, machten sich die beiden mit ihren Gästen in einem London-Bus auf zur nächsten Etappe, dem Landgasthaus Zur Linde in Fürstenhagen/Uslar, wo ihre Feier stattfinden sollte. Dort erwarteten sie weitere Gäste und das Hotel-Team wieder mit einem Sägebock. Aber auch das schafften sie noch und konnten ihre Gäste schließlich im Saal begrüßen. Es gab für alle Sekt, Kirsten und Jürgen rissen noch Brot und tranken je ein Glas Sekt, was sie danach hinter sich werfen mussten – das bringt Glück, aber: „Man darf sich nicht umdrehen“, so Jürgen. Dann gab’s viele, viele Geschenke und noch mehr Sekt und es wurde gemütlich Kaffee getrunken. Kirstens Mutter Ulrike hatte eine wunderbare Hochzeitstorte gebacken. Das restliche Kuchenbüffet kam von vielen lieben Freunden und Verwandten. Und während ihre Gäste nun dieses Kuchenbüffet plünderten, machten sich Kirsten und Jürgen mit Fotograf Ralf König auf zum Fotoshooting an einem Teich im Nachbarort. So rückte der Abend schnell näher, weitere Gäste kamen und sie eröffneten das Abendbüffet. Dem folgte der große Auftritt eines Akkordeonorchesters. „Das war einfach großartig“, sagt Kirsten und erzählt von ihrer Freundin Andrea, die in einem Akkordeon-Orchester spielt und ihr mal vor einigen Jahren ein Ständchen zum Geburtstag gespielt hatte. Damals hatte sie ihr versprochen, zu ihrer Hochzeit mit einem ganzen Orchester zu kommen.

Und das hatte sie gehalten. Eine ganze Dreiviertelstunde spielte das Orchester, ständig verlangten die Hochzeitsgäste nach einer weiteren Zugabe.
Das nächste Highlight war ein traumhaftes Eisbüffet. Das Licht ging aus und das Eis wurde hereingetragen, außerdem eine Eisskulptur von zwei Menschen, die sich umarmen. Dazu spielte die Musik vom Traumschiff. Toll gemacht vom Landgasthaus Zur Linde Team.

Danach wurde noch viel getanzt, eine Abwandlung des Rotkäppchen-Märchens aufgeführt und dem Paar ein Ständchen gebracht. Außerdem mussten Kirsten und Jürgen noch das eine oder andere Spiel überstehen. Zur Erinnerung an diesen großartigen Tag hatten ihre Freunde Jens und Carina ein Gästebuch angelegt, in das alle etwas hineinschreiben sollten, außerdem fotografierten sie alle Gäste in einem Fotorahmen. „Es war genau so, wie wir uns das gewünscht haben“, schließen Jürgen und Kirsten. Viele liebe Menschen waren dabei gewesen. Darüber hinaus hatten sie bei ihrem Hochzeits-Abenteuer jedes Wetter, was es so geben kann im Leben: zum Antrag Schnee, zur ersten Trauung Regen, zur zweiten Trauung Sonnenschein

(C) 2010, Korte Verlag